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Entgeltfortzahlung in anderen Fällen

Neben der möglichen Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit oder Kurzarbeit gibt es in der Coronakrise auch andere Fallkonstellationen, in denen keine Arbeitsleistung erfolgen kann. Hierauf gehen wir im Folgenden ein.

Wie ist die Entgeltfortzahlung bei einer verordneten Quarantäne geregelt?

Unabhängig davon, ob die Quarantäne in der eigenen Wohnung oder an einem anderen Ort angeordnet wird, greift das Infektionsschutzgesetz. Hiernach wird der Verdienstausfall von der zuständigen Behörde des jeweiligen Bundeslandes geleistet. Ihr Arbeitgeber muss die Entschädigung auszahlen und erhält sie auf Antrag von der zuständigen Behörde zurück.

Ab der 7. Woche erhalten die Betroffenen eine Entschädigung in Höhe des Krankengeldes direkt von der zuständigen Behörde ausgezahlt.

Wie ist die Entgeltfortzahlung / Krankengeld / Kinderkrankengeld geregelt, wenn meine Familie gesund ist, aber die Kita / Schule geschlossen ist?

Anspruch auf die gesetzliche Entgeltfortzahlung, Krankengeld oder Kinderkrankengeld haben Sie, wenn Sie krankheitsbedingt arbeitsunfähig sind oder Ihr Kind aufgrund von Krankheit zu Hause betreut werden muss. Es ist dafür eine ärztliche Bescheinigung erforderlich.

Diese Voraussetzungen sind bei der Schließung einer Kita grundsätzlich nicht gegeben. In diesen Fällen sollten Sie mit Ihrem Arbeitgeber (vorbehaltlich anderer tariflicher oder arbeitsvertraglicher Regelungen) eine gemeinsame kulante Lösung finden (Beispiel: Homeoffice, Überstundenabbau, Aufbau nachzuholender Minusstunden, unbürokratische Urlaubsgewährung).

Am 27. März hat die Bundesregierung gesetzliche Maßnahmen rund um den Ausgleich des Verdienstausfalls bei notwendiger Betreuung aufgrund behördlich angeordneter Kita- oder Schulschließung beschlossen. Die genaue Erläuterung der Maßnahmen finden Sie hier.

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